Aktuelles 05/2022


In der aktuellen Ausgabe der newslichter schreibt Bettina Sahling zum Film "Die sichere Geburt". Ihre Worte sind richtungsweisend, der Film aktueller denn je. Für alle, die mit dem Thema Geburt befasst sind! Werdende Eltern, Hebammen, Ärztinnen, ... wir erfahren alles über die basics, die Geburten sicher machen und dürfen lernen, wie die heute "normalen" Interventionen natürliche Geburtsverläufe stören und zum Erliegen bringen. Bitte lesen und anschauen!!!

Die sichere Geburt: jetzt streamen oder als DVD

 

 

Wie ein Kind auf die Welt kommt ist entscheidend für sein weiteres Leben. Wie eine Frau die Geburt erlebt ist mit ausschlaggebend, ob sie eine postnatale Depression bekommt und ob sie noch weitere Kinder möchte. Beides ist entscheidend für eine gesunde Familie und eine gesunde Gesellschaft.

Der Film „Die sichere Geburt“ geht der Frage nach, was eine physiologische Geburt sicher macht und wodurch sie gestört wird. Was sind die Folgen von Interventionen auf den Geburtsverlauf, für Mutter und Kind und auch für die zukünftige Gesellschaft?

In Interviews schildern Frauen und Paare ihre Erlebnisse vor, während und nach der Geburt. Deutsche und internationale Forscher, Hebammen und Ärzte wie Ina May Gaskin (USA) und Michael Odent (GB) teilen ihre Erfahrungen und den aktuellen Stand der Forschung in der Geburtshilfe.

Klassische medizinisch-wissenschaftliche Illustration visualisiert die anatomischen Verhältnisse und die Wirkung der Hormone unter der Geburt. Die animierten Cartoons zeigen auf lustige und trockene Weise die tägliche Routine auf Geburtsstationen.

Jetzt gibt es den so wichtigen Film auch als DVD und zum streamen mit einem Bonusprogramm, das setig weiter ergänzt wird und bereits jetzt 5 Stunden Video enthält.

Hintergrund: In Deutschland assoziieren wir mit Klinik medizinische Versorgung. Was kann es Sichereres geben? Auf den ersten, laienhaften Blick ist doch alles gut: 98% der Geburten in Deutschland finden in Kliniken statt. Die verbleibenden 2% zu Hause oder in einem Geburtshaus.

Die Ausgangslage – Wir haben in der Geburtshilfe zwei Probleme:
1. Bei jeder Klinikgeburt wird in den unwillkürlichen Geburtsablauf eingegriffen. Jede (!) Intervention stört den natürlichen Geburtsablauf. Bereits das Anlegen des CTG (Wehenschreiber) kurz nach der Aufnahme der Kreißenden erhöht das Risiko einer Kaiserschnittgeburt um 30%. Durch zu niedrige Personalschlüssel gibt es nicht ausreichend Hebammen auf den Geburtsstationen.

2. Mit der Erhöhung der Versicherungsprämien haben bereits viele freie Hebammen und Geburtshelfer ihren Beruf aufgegeben. Jeden Monat schließt irgendwo in Deutschland wieder eine Geburtsstation. Seit 1991 haben 40% der geburtshilflichen Stationen geschlossen. Frauen in ländlichen Gebieten sind gezwungen, weit entfernt von ihrem sozialen Umfeld ihr Kind zu bekommen. Unfreiwillige Alleingeburten auf Parkplätzen und Geburten im Notarztwagen nehmen zu.

Auch große Kliniken haben jetzt ein Problem: etwa 1/3 der Klinikgeburten wird von freien Beleghebammen durchgeführt.
 Schon jetzt fehlt es deutschlandweit an ausreichend Hebammen für die Vorsorge, die Geburtsbegleitung und die Nachsorge. 
In der entbrannten Diskussion über die Versicherungsprämien ist viel die Rede von Verantwortung. Verantwortung für Geburtsschäden, die Versicherungskonzerne auffangen sollen, die maßgeblich die Hebammen zu verantworten hätten. Die Existenz eines ganzen Berufsstandes ist bedroht, ganz so, als könnte eine Geburtshilfe ohne Hebammen stattfinden.

Engagierte und moderne Geburtsmediziner sind mit den Hebammen einer Meinung, dass wir mehr und nicht weniger Hebammen in Deutschland brauchen. Ansonsten droht die „geplante Geburt“ mit noch mehr, auch elektiven, Kaiserschnitten.

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